Anträge / Initiativen
Drucksachennummer: 17/19276

15.11.2017

Antrag der Abgeordneten
Ritt Hans, Dr. Hünnerkopf Otto, Brendel-Fischer Gudrun, Bauer Volker, Beißwenger Eric, Flierl Alexander, Dr. Huber Martin, Kreitmair Anton, Frhr. von Lerchenfeld Ludwig, Schöffel Martin, Schorer-Dremel Tanja



Ritt Hans

CSU

Klimaschutz als globale Aufgabe - Aufforstung in Afrika


Der Landtag wolle beschließen:


Die Staatsregierung wird aufgefordert sich auf Bundesebene für eine Unterstützung der Pläne der UN-Klimakonferenz 2015, die afrikanischen Wälder bis zum Jahr 2030 um 100 Millionen Hektar zu erweitern, einzusetzen, um die Atmosphäre auf lange Sicht zu entlasten.




Der Klimaschutz stellt eine globale Aufgabe dar. Die Vereinten Nationen haben auf der Klimakonferenz im Jahr 2015 im französischen Le Bourget ihr Projekt vorgestellt, weite Teile Afrikas aufzuforsten. Bis zum Jahr 2030 sollen 100 Millionen Hektar - dies entspricht einem Vielfachen der deutschen Fläche - mit Bäumen bepflanzt werden. Die Kosten hierfür werden auf rund 1,5 Milliarden Dollar geschätzt. Dies soll dazu beitragen, unter der Zwei-Grad-Grenze für die globale Erwärmung bleiben und dem Klimawandel nachhaltig entgegenwirken. Ein Nicht-Erreichen dieses Ziels könnte auf lange Sicht erhebliche Probleme für die Ökosysteme unseres Planeten bedeuten. Zudem gehen derzeit durch Rodung und Abbrennen jährlich rund 16 Millionen Hektar Wald verloren.

Für eine Aufforstung in Afrika sprechen sowohl sozioökonomische als auch ökologische Gründe. Beispielsweise durch die Schaffung von Holzprodukten können lokale Wirtschaftszweige gestärkt werden und nachwachsende Energiequellen entstehen. Für viele Menschen, die heute noch an der Armutsgrenze leben, würden sich neue Jobmöglichkeiten ergeben. Ein solches gewaltiges dezentrales Arbeitsbeschaffungsprogramm würde auch die Fluchtursachen effektiv verringern. Auch bietet der Wald vielfachen Schutz vor Wind, Sonne und Erosion. Ein besser regulierter Wasserhaushalt, saubere Luft, Humusbildung und eine gesteigerte Artenvielfalt durch neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen wären die ökologischen Vorteile der Pflanzungen.

Nicht nur den Menschen vor Ort bringt die Aufforstung Vorteile - auch Europa und Deutschland profitieren, da CO2-Senken global wirken. Die afrikanischen Staaten, die sich an dem Projekt beteiligen, sind Äthiopien, die Demokratische Republik Kongo, Kenia, Liberia, Madagaskar, Malawi, der Niger, Ruanda, Togo und Uganda. Zu den Unterstützern zählt unter anderem das Bundesentwicklungsministerium.

Es wird darum gebeten, das. Vorhaben auf Bundesebene weiter voranzutreiben und gegebenenfalls zu intensivieren. Die Entwicklungshilfe - besonders in Afrika - ist auch für Bayern von zentraler Bedeutung.

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