Anträge / Initiativen
Drucksachennummer: 17/20487

26.01.2018

Antrag der Abgeordneten
Schorer-Dremel Tanja, Dr. Hünnerkopf Otto, Brendel-Fischer Gudrun, Bauer Volker, Beißwenger Eric, Flierl Alexander, Dr. Huber Martin, Kreitmair Anton, Frhr. von Lerchenfeld Ludwig, Ritt Hans, Schöffel Martin



Schorer-Dremel Tanja

CSU

Liberalisierung des EU-Zuckermarktes - zukünftige Rolle von Isoglukose und anderen Zuckerarten


Der Landtag wolle beschließen:

Die Staatsregierung wird aufgefordert, über die Auswirkungen der Liberalisierung des EU-Zuckermarktes am 1. Oktober 2017 auf die Agrarwirtschaft und die gesundheitlichen Auswirkungen im zuständigen Ausschuss zu berichten. Insbesondere die Zuckerart Isoglukose soll betrachtet werden.



Nach der Liberalisierung des EU-Zuckermarktes ist zu erwarten, dass weitere Zuckerarten, wie z.B. Isoglukose - auch als High Fructose Corn Syrup (HFCS) bekannt - verstärkt auf dem europäischen Markt zum Einsatz kommen werden.
Bei Isoglukose handelt es sich um ein stärkebasiertes Süßungsmittel, das aus Mais oder Weizen hergestellt wird und wie Zucker (Saccharose) ein Zweifachzucker ist, der aus Glukose und Fruktose zusammengesetzt ist. Während für Zucker (Saccharose) das Verhältnis von Glukose zu Fruktose bei 50:50 liegt, ist bei Isoglukose dieses Verhältnis je nach Verwendungszweck variabel. In den USA werden Getränke überwiegend mit Isoglukose gesüßt. Isoglukose wird als Zuckerart kritisch gesehen, weil die Gefahr einer Übersättigung durch das fehlende Auslösen des insulinabhängigen Sättigungsgefühls besteht. Mittlerweile dürfen mehr als 80 Zuckerarten Lebensmitteln zugesetzt werden.
Daher gilt es zu klären, inwieweit negative gesundheitliche Auswirkungen auf die Bevölkerung zu erwarten sind. Außerdem stellt sich aus agrarwirtschaftlichen Gesichtspunkten die Frage nach der zukünftigen Position des Zuckerrübenanbaus in Deutschland, der theoretisch durch Maismonokulturen verdrängt werden könnte, was auch ökologische Fragestellungen aufwirft.

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